Prinzipien einer Mediation

Allparteilichkeit

Es wird den Anliegen aller Parteien Aufmerksamkeit geschenkt. Keine Partei wird bevorzugt behandelt.

Verantwortung & Autonomie

Die Konfliktparteien erfahren in einem Mediationsprozess, ihre Interessen und Bedürfnisse selbst wahrzunehmen.

Freiwilligkeit

Das Mediationsverfahren kann von den Konfliktparteien jederzeit ohne Begründung beendet werden.

Vertraulichkeit

Die Konfliktparteien können sich untereinander zur Verschwiegenheit über die Inhalte und Ergebnisse der Mediation verpflichten.

Rechtliche Information

Die Konfliktparteien lassen sich vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung unabhängig von einander rechtlich beraten.

Offenheit

Die Konfliktparteien verpflichten sich zur gegenseitigen Information über alle entscheidungserheblichen Fakten.

In 2 bis 5 Sitzungen kann häufig eine Lösung gefunden werden.

Die Erfolgsquote liegt im Durchschnitt über 70%.

Die Dauer einer Mediation hängt von der Komplexität des Falles und der Verhandlungsbereitschaft der Parteien ab.

Erfolg

In welchen Situationen ist eine Mediation sinnvoll?

Die Einsatzmöglichkeiten von Mediationen sind sehr gross. Sie ermöglichen es, in verschiedensten Auseinandersetzungen passende und selbstbestimmte Lösungen zur erarbeiten.

Intensität und lange Dauer von familiären Beziehungen können zu Spannungen führen, eventuell auch zu verhärteten Konflikten.

In Partnerschaft und Familie finden sich dabei zahlreiche Themen:

Rollenverteilung, Aufgabenverteilung, Kindererziehung, Treue, Familienplanung,Trennung, Scheidung und viele andere mehr sorgen oft dafür, dass starke Gefühle hochkochen und Gespräche nicht mehr ruhig geführt werden können.

Es lohnt sich durchaus, auch Mediation in Anspruch zu nehmen, bevor sich unter den Familienangehörigen Sprachlosigkeit breit macht und alle Wege zu konstruktiven Lösungen versperrt scheinen.

Gute Nachbarschaft ist eine Gratwanderung zwischen Nähe und Abgrenzung. Wenn diese Gratwanderung nicht gelingt, können aus meist harmlosen Anlässen erbitterte Auseinandersetzungen werden. Wut und Ärger blockieren die Beteiligten, der Streit bekommt eine starke Eigendynamik.

Gerichtliche Auseinandersetzungen sind langwierig und teuer. Und eines wird dabei oft vergessen:

Die Wohnenden müssen ja noch lange Zeit Tür an Tür wohnen und begegnen sich täglich.

Hier braucht es nachhaltige Lösungen.

Zum Schulalltag  gehören Konflikte. Unterschiedliche Interessen, Werte und Kulturen treffen dabei aufeinander. Passiert das konstruktiv, werden das Selbstbewusstsein und die Kommunikationsfähigkeit sowie das Gemeinschaftsgefühl von Lehrpersonen und Schüler*innen gestärkt. Werden die Auseinandersetzungen jedoch destruktiv geführt, entstehen Umstände wie Mobbing, Burnout, Ausgrenzung und sogar Gewalt mit grossen sozialen Folgekosten. Mediation eignet sich generell zur Gewaltprävention und bei Konflikten zwischen Schüler*innen, Lehrpersonen und Schüler*innen und /oder Eltern, im Kollegium und /oder der Schulleitung.

Der betriebliche Alltag ist geprägt von enger gemeinsamer Arbeit, Wettbewerb um Ressourcen, das Ringen um Lösungen. Eine betriebliche Organisation ist ein komplexes System von Beziehungen und Anforderungen. Es fehlt die Zeit für die Bearbeitung und Lösung von Konflikten oder die Beteiligten trauen sich nicht, offen miteinander zu kommunizieren. Hier macht eine externe und frühzeitige Mediation grossen Sinn, wenn die negativen Auswirkungen der Konflikte vermieden werden sollen.

Sie treten auf 

  • innerhalb der Geschäftsführung
  • zwischen Mitgliedern des Managements
  • zwischen Geschäftsführung und Personalrat
  • zwischen Führungskräften und Mitarbeiter*innen
  • zwischen Abteilungen und Teams
  • zwischen einzelnen Mitarbeiter*innen
  • zwischen Unternehmen innerhalb einer Firma
  • bei Gestaltung der Unternehmensnachfolge

Unterschiedliche kulturelle Hintergründe können zu Missverständnissen, Beleidigungen und Problemen bei der Lösung der Sachthemen führen.

Bestehende Denkschablonen aufzulösen und auf die Potentiale zu blicken, die jede Kultur in die gemeinsame Arbeit einbringen kann, ist hier ein wichtiger Schritt, um mediativ weiter zu kommen.

Wie läuft eine Mediation ab?

Unverbindliches Erstgespräch 

Es wird geklärt, ob eine Mediation das Richtige ist.

Das Verfahren wird erläutert.

Ein Arbeitsbündnis wird erstellt.

Erarbeitung der Themen

Gemeinsam wird ein Überblick geschaffen.

Die Themen werden bestimmt.

Es werden Prioritäten festgelegt.

Der Sachverhalt wird geklärt.

Bearbeitung der Konfliktfelder & Interessen

Positionen klären

Interessen und Bedürfnisse erarbeiten

Anerkennung verschiedener Sichtweisen

Problemlösung und Einigung

Es werden Lösungsmöglichkeiten
-gesammelt
-bewertet
-ausgewählt

Rechtliche Gestaltung

Alle Parteien lassen sich rechtlich beraten.

Ein Vertrag wird erstellt.

Was kostet eine Mediation?

Wir sind der Meinung, dass alle - unabhängig von den individuellen finanziellen Mitteln - Zugang zu Mediation haben sollen.

Das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Der Tarif für eine Einzelmediation (1 Mediator*in) beträgt pro Stunde CHF 180.00.
Für eine Co-Mediation (2 Mediator*innen) verrechnen wir pro Stunde CHF 300.00.

Ab drei teilnehmenden Personen bieten wir in der Regel Co-Mediationen an.

Wir sind der Meinung, dass jede und jeder Zugang zu Mediationen haben soll. Es ist üblich, dass in der ersten Sitzung die Kostenaufteilung zwischen den Konfliktparteien geregelt wird.

Rahmenbedingungen

Transparente und rechtlich verbindliche Rahmenbedingungen sind uns wichtig.

Schweiz

Art. 213 ZPO / Mediation statt Schlichtungsverfahren
1. Auf Antrag sämtlicher Parteien tritt eine Mediation an die Stelle des Schlichtungsverfahrens.

Vielfach werden die Kosten von Rechtsschutzversicherungen übernommen. Wir unterstützen dich in der Abklärung um eine Kostenübernahme gerne.

In kindesrechtlichen Angelegenheiten nicht vermögensrechtlicher Natur haben die Parteien Anspruch auf eine unentgeltliche Mediation, wenn ihnen die erforderlichen Mittel fehlen und ihnen das Gericht die Durchführung einer Mediation empfiehlt. In den Kantonen BS, AR, GE, JU, AG, GR und FR ist die Kostenübernahme durch den Staat auch in anderen Fällen möglich.

Für Personen mit geringen finanziellen Mitteln bieten wir eine Preisermässigung an.

Bitte bring Sie dazu einen der folgende Nachweise zum ersten Gespräch mit:

1. Kulturlegi 

2. Sozialhilfe oder Asylfürsorge
Aktuelle Unterstützungsbestätigung

3. Zusatzleistungen zu AHV/IV/EL
Verfügung

4. Stipendium (öffentliche Hand)
Entscheid

5. Lohnpfändung
Pfändungsurkunde

Du hast keine der oben genannten Bestätigungen, aber ein geringes Einkommen? Dann prüfen wir deinen Antrag gerne anhand deiner letzten Schlussrechnung der Staats- und Gemeindesteuern.

6. Geringes Gesamteinkommen – mit Steuerrechnung 
Letzte Schlussrechnung der Staats- und Gemeindesteuern

7. Geringes Gesamteinkommen – mit Quellensteuer
Letzter Jahreslohnausweis

Triff uns zu einem unverbindlichen Erstgespräch. 

Schreib uns ein Mail oder mach direkt online einen Termin ab.
Lass uns eine Lösung finden!